Listvjanka

Das Dorf Listvjanka befindet sich am Ufer des Baikalsees, 65 Kilometer von Irkutsk entfernt. Es ist von Irkutsk der am nächsten gelegene Ort am Baikalsee. Listvjanka wurde im 18. Jahrhundert gegründet. Der Ort wurde Listvjanka genannt, weil es in der Nähe des Dorfes viele Lärchen gab. Hier befindet sich auch der Ausfluss der Angara. Die Angara ist der einzige Ausfluss des Sees.

In Listvjanka können Sie nicht nur am Ufer spazieren, sondern auch Sehenswürdigkeiten anschauen, wie z.B. das Baikalsee-Museum, wo man mehr über Flora und Fauna des Sees erfahren kann und die Nikolaj-Kirche, die im 18. Jahrhundert gebaut wurde.

Es gibt einen großen Fischmarkt, wo sie verschiedene Baikalsee-Fische wie Omul, Felchen, Äsche kosten können und auch Souvenirs kaufen.

Auf der Robbenstation kann man die einzigartige Aufführung von dressierten Nerpas (Baikalrobben) sehen und sogar von ihnen ein gemaltes Bild kaufen.

Mit dem Sessellift können Sie auf die Aufsichtsplattform „Tscherski-Fels“ hinauffahren. Davon bietet sich eine herrliche Aussicht auf das Angara-Tal, den Schamanen-Stein und das Chamar-Daban-Gebirge.

Außerdem kann im Sommer ein Schiffsausflug unternommen werden. Im Winter und Frühling (vom 15.01 bis 15.04) können Sie auf dem Eis mit Chiwus (Luftkissenfahrzeug), mit Schneemobilen, mit Autos oder Hundeschlitten fahren.

Der zweite Höhepunkt der Reise ist das Freilichtmuseum „Talzy“. Das Original nachgebaute sibirische Dörfchen stammt aus dem 17.-19. Jahrhundert. Hier können Sie den Erlöserturm aus dem 17. Jahrhundert, eine sibirische Kneipe und Jurten der evenkischen und burjatischen Ureinwohner anschauen. Sie werden viel über das Alltagsleben der Ureinwohner Sibiriens erfahren.

  • Baikalsee-Museum

Das Baikalsee-Museum ist eines von 3 heute noch existierenden See-Museen in der Welt und das einzige in Russland. Das Museum befindet sich am Ufer des Baikalsees. Es ist interessant für alle Sibirien-Reisenden und Baikalsee-Touristen. Das Museum ist auch auf der Liste der allrussischen Reiserouten eingetragen. Das Museum wurde von Baikal-Wissenschaftlern erschaffen. Es vermittelt einen Überblick auf die endemische Fauna und Flora der Region sowie einen Eindruck über die Dimensionen des Baikalsees und die Geschichte seiner Erforschung. Die einzigartige Sammlung und gute Darstellung machen das Museum zum meistbesuchten Museum des Gebiets. Die Hauptaufgabe des Museums ist die Ansammlung, Aufbewahrung und Beschreibung der Sammlung der Baikalwasserorganismen.

  • Die Nikolaj-Kirche

Den Bau der Kirche am Ufer des Baikals hatte der Irkutsker Kaufmann Ksenofont Serebrjakow als Zeichen des Dankes veranlasst. Es war auf dem Baikal in Seenot geraten und dank seiner Gebete zum Schutzpatron, dem Seefahrer Nikolaj, erhört und gerettet worden. Die Bauarbeiten haben 1846 im Dorf Nikola am Angara-Ufer begonnen. Der Bau wurde nach dem Tod von Serebrjakow durch seine Frau Natalia vollendet.

Die Kirche wurde zwei Mal umgezogen: zuerst nach Listwjanka zum Ufer und dann 1957 500 Meter vom Ufer entfernt, ins Krestowka-Tal. Es wurde aufgrund des Baus des Wasserkraftwerkes und dem daraus folgendem Wasserspiegelanstiegs gemacht. Zurzeit befindet sich die Kirche 500 Meter vom Ufer entfernt, im Krestowka-Tal im Dorf Listwjanka. In der Kirche finden Gottesdienste statt.

  • Robbenstation

Die Baikalrobbe (Nerpa) ist das lebende Baikalsymbol. Die Nerpa ist eine von drei noch existierenden Arten der Süsswasserrobben in der Welt. Nirgendwo sonst in der Welt kann man sie sehen. Bis jetzt ist immer noch nicht genau bekannt, wie die Nerpa in den Baikalsee gekommen ist. Vermutlich ist sie noch in der Eiszeit durch das Flussnetz des Jeniseis und der Angara in den See gekommen. Die Nerpa belebt praktisch die gesamte Fläche des Sees. Allerdings gibt es im Norden weniger Nerpas als im Süden. Der beliebteste Ort der Nerpas sich die Uschkanji-Inseln. Dort gibt es viel zu essen, gute Steine zum Liegen und die Hauptsache ist, dass es dort fast keine Menschen gibt. Die Gesamtanzahl der Baikalrobbenpopulation beträgt heute weniger als 100‘000. Aufgrund der Jagd und der chemischen Verschmutzung nimmt der Bestand jedes Jahr ab.

Im natürlichen Lebensraum ist es schwierig die Robben zu sehen. Dafür kann man sie auf der Robbenstation beobachten. Im Baikalseegebiet gibt es 3 Robbenstationen: in Irkutsk, in Listwjanka (nur im Sommer geöffnet) und im Dorf Sachjurta. Die größte Robbenstation wurde 2009 in Listwjanka eröffnet. Dort kann man zum ersten Mal auf der Welt Aufführungen von dressierten Baikalrobben sehen. Sie singen, tanzen, spielen mit dem Ball und malen sogar. Das können Sie selbst sehen und sogar Bilder davon kaufen. Die Bilder werden dann für einen guten Zweck versteigert. Sie können sich auch mit den Nerpas fotografieren lassen.

  • Der Tscherski-Fels

Der Tscherski-Fels ist die Bergspitze beim Dorf Listwjanka im Irkutsker Gebiet. Die Höhe beträgt 728,4 Meter über Meer. Der Berg wurde zu Ehren der Geografen Ivan Dementjewitsch Tscherski genannt. Er hat einen großen Beitrag für die Forschung Sibiriens geleistet. Neben dem Gipfel befindet sich eine Aussichtsplattform von der man die Angara-Mündung, das Barantschik-Kap, Port-Baikal und die naheliegende Wasserfläche des Sees gut sehen kann. Zum Gipfel führt ein Sessellilft. Es gibt auch einen Wanderweg (2200 Meter).

  • Das Freilichtmuseum „Talzy“

Das Museum ist eine Filiale des Irkutsker Staatlichen Museums. Es befindet sich im Dorf Talzy am Ausfluss der Angara, beim Kilometer 47 der Straße Irkutsk – Listwjanka.

Das Museum wurde 1969 gegründet, öffnete aber erst 1980 seine Pforten für Besucher. Auf einem Gelände von knapp 70 Hektaren kann man hervorragende Beispiele der Holz-architektur aus ganz Ostsibirien sehen.

Früher lag auf diesem Platz das große Dorf Talzy, aber es wurde beim Bau des Irkutsker Wasserkraftwerks unter Wasser gesetzt. Später wurde auf dem Hügel das Museum erbaut. Zurzeit gibt es dort mehr als 40 Architekturdenkmäler und mehr als 8000 Ausstellungsgegenstände, die über das Leben in den sibirischen Dörfern im 17.-19. Jahrhunderten berichten. Besondere Beachtung verdienen der Erlöserturm, einer von acht Türmen der ersten ostsibirischen Festung Ilimsk, sowie die ebenfalls von dort stammende Kazaner Kapelle. Der Turm stammt aus dem Jahr 1667. Die Kapelle wurde 1697 errichtet. Beide wurden vor über 300 Jahren ohne einen einzigen Nagel erbaut.

Ausflug zum Baikalsee (Dorf Listvjanka)

Dauer: 6 hours6 Stunde6 часов6小时。参观的博物馆越多时间越长。

Route: Irkutsk – Listvyanka village – IrkutskIrkutsk – Listwjanka – IrkutskИркутск – пос. Листвянка – Иркутск 伊尔库茨克——里斯特维扬卡——伊尔库茨克

Preis: from 60$$60от 1500 Р60 美元起

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